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Husten, Schnupfen – Erkältungszeit

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Erkältung

Die Auslöser einer Erkältung sind meist Rhinoviren, die besonders in geschlossenen Räumen mit Menschenansammlungen durch Niesen, Husten oder Sprechen übertragen werden. Durch die Raumluft gelangen die Erreger auf die Schleimhäute von gesunden Personen. Intakte Schleimhäute bieten einen guten Schutz gegen das Eindringen der Viren, allerdings sind diese im Winter oft beispielsweise durch die kalte Außenluft oder trockene Heizungsluft minderdurchblutet und trocken und erleichtern so die Infektion durch Erkältungsviren. Weiters werden die Viren durch direkten Kontakt, wie Hände schütteln übertragen. Daher ist Händehygiene zur Erkältungszeit besonders wichtig. Wenn die Viren die Schleimhautbarriere überwunden haben, produzieren die virusinfizierten Zellen Botenstoffe, die die Entzündungskaskade in Gang setzen. Ein bis zwei Tage nach der Infektion kommt es zu ersten Symptomen: Rötung und Schmerzen im Hals und Probleme beim Schlucken. Nur wenig später tritt Schnupfen, das häufigste Symptom einer Erkältung auf. Er beginnt meist mit einem Brennen oder Kitzeln in der Nase und erreicht seinen Höhepunkt am zweiten Tag. Dazu kommen weitere Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen. Viele Patienten leiden außerdem an Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Unwohlsein sowie leichtem Fieber. Husten tritt in der Regel erst am Ende des Infektes auf, wenn die anderen Symptome bereits abgeklungen sind. Insgesamt dauert eine Erkältung meist sieben bis neun Tage, der Husten kann auch länger anhalten. Bei einer Erkältung ist es wichtig auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Ruhe zu achten.

 

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Influenza – Virusgrippe

Wichtig ist es eine Erkältung von der Grippe (Influenza) unterscheiden zu können. Im Gegensatz zur Erkältung beginnen die Beschwerden bei der Influenza schlagartig. Es kommt zu einem schnellen Fieberanstieg in Bereich bis zu 40°C verbunden mit starken Glieder- und Kopfschmerzen. Man fühlt sich müde und stark abgeschlagen und dieser Zustand dauert 2-3 Wochen an. Die Influenza ist immer ohne Ausnahme möglichst innerhalb von 24 Stunden (gute Wirksamkeit antiviraler Medikamente) ärztlich zu behandeln! Vorbeugend ist besonders für ältere und geschwächte Menschen die Impfung gegen Influenza möglichst vor der Grippesaison üblicherweise in den Monaten Oktober und November zu empfehlen. Die Schutzrate liegt etwa bei 70%. Es ist also nicht vollkommen ausgeschlossen, dass man erkrankt, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit stark reduziert. Der Impfschutz hält 1 Jahr, da sich die Influenzaviren jedes Jahr aufs Neue verändern.


Wie kann ich am besten einer Erkältung vorbeugen?

Zur Vorbeugung von Erkältungen sind besonders Vitamine und Mineralstoffe empfehlenswert. Zink ist wichtig für die Abwehr von Viren und stärkt das Immunsystem. Es kann sowohl vorbeugend, um Krankheiten zu vermeiden, als auch akut, um die Krankheitsdauer zu verkürzen angewendet werden. Wichtige Partner von Zink sind Vitamin C und D, welche ebenfalls das Immunsystem stärken. Neben Vitaminen und Mineralstoffen sind auch Zubereitungen aus der Umckaloabowurzel, dem Sonnenhut und aus der Zistrose besonders bewährt. Wichtig ist bei allen Varianten am besten rechtzeitig mit der konsequenten Einnahme zu beginnen.


Was tun bei Halsschmerzen?

Eine aufkommende Erkältung meldet sich häufig mit einem Kratzen in der Kehle an. Der Hals ist dann schnell gereizt oder stark verschleimt, die Stimme klingt „belegt“. Oft kommen auch noch Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder Schmerzen beim Sprechen hinzu. Eine möglichst schnelle Behandlung ist erforderlich. In der Apotheke sind Lutschtabletten, Gurgellösungen und Rachensprays erhältlich. Diese wirken entzündungshemmend, antibakteriell und schmerzstillend auf den behandelten Schleimhäuten. Empfehlenswert ist eine mehrmals täglich Anwendung mit Abstand zur nächsten Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Ein altes Hausmittel sind Kräutertees, wie zum Bespiel Mischungen aus Salbei, Eibisch, Königskerze und Süßholz. Zinktabletten zum Lutschen wirken lokal auf den Schleimhäuten und wirken nach dem Schlucken im ganzen Körper stärkend auf das Immunsystem. Bei starken Beschwerden, oder dem Auftreten von Fieber ist auch bei Halsschmerzen der Arzt aufzusuchen.


Was tun bei Schupfen?

Meist kurz nach den ersten Symptomen einer Erkältung tritt der Schnupfen (Rhinosinusitis) auf. Die Nase beginnt zu rinnen und zu verstopfen. Bei leichteren Beschwerden helfen Inhalationen oder Spülungen mit Kochsalz und ätherischen Ölen wie Eukalyptus. Auch Erkältungsbalsame mit ätherischen Ölen vermitteln das Gefühl leichter atmen zu können und haben sich vor allem nachts bewährt. Für ein schnelles Abschwellen der Nasenschleimhäute sorgen abschwellende Nasensprays. Hier ist allerdings Vorsicht bei zu hohem Blutdruck angebracht. Auch ist die Anwendungsdauer auf maximal eine Woche beschränkt. Bei eitrigem Ausfluss oder gleichzeitigem Fieber ist ein Besuch des Arztes anzuraten.


Was tun bei Kopf-und Gliederschmerzen?

Gegen Kopf- und Gliederschmerzen ist die Einnahme von entzündungshemmenden und schmerzstillenden Substanzen wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure zu empfehlen. Diese gibt in verschiedenen Zubereitungen, als Tabletten, Brausetabletten oder Granulat. Ihr Apotheker berät sie gerne bei der Auswahl des für Sie passenden Wirkstoffes, da auch hier Neben- und Wechselwirkungen zu beachten sind.


Was tun bei Husten?

Eine große Anzahl von Tees schafft Abhilfe bei Husten. Sie wirken hustenreizstillend, schleimlösend, entkrampfend, entzündungshemmend, antiviral und antibakteriell. Bei quälendem Hustenreiz lindern Schleimstoffdrogen wie Käsepappel, Sonnentau, Eibischwurzeln, Isländisch Moos oder Thymian. Schleimlösend wirken besonders ätherische Öle aus Sternanis, Anis, Fenchel, Eukalyptus und Thymian oder Saponindrogen, wie Efeu, Primel und Senegawurzel. Sie steigern die Aktivität des Flimmerepithels und kurbeln die Zilienbewegung an, was einen schnelleren Abtransport des Schleims zur Folge hat. Wer seinen Hustentee am besten mit Honig süßt, erregt Rezeptoren der Mundschleimhaut und bringt dadurch die Bronchialsekretion zusätzlich in Gang. Ergänzend empfiehlt sich oft die Anwendung von Hustensäften auf pflanzlicher Basis oder mit schleimlösenden oder hustenreizstillenden Wirkstoffen. Letztere sind vor allem abends anzuwenden um eine erholsame Nachtruhe zu gewährleisten. Auch Erkältungsbalsame oder Kapseln mit ätherischen Ölen haben sich vielfach bewährt. Bei länger andauerndem Husten über 14 Tagen ist ärztliche Hilfe angebracht.

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